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Tetzer Karnevalisten feierten bis das Zelt wackelt

Stromausfall wurde zur Stimmungskanone

Der neue Tetzer Narrentempel im Festzelt an der Weberstraße war prall gefüllt als der Traditionsreitercorps Jan van Werth mit dem Tetzer Elferrat, an der Spitze Präsident Willi Sommer, zur großen Prunk und Kostümsitzung der KG Fidele Brüder am Samstag, den 24.11. einzog. Viele Gäste aus nah und fern waren wieder einmal nach Tetz gekommen, um das diesjährige Sitzungshighlight mitzuerleben. Präsident Willi Sommer hatte mit seinen Vorstandskollegen wieder einmal ein tolles Programm zusammengestellt, gespickt mit vielen Stars des Rheinischen Karnevals. Auch die eigenen Tanzgarden wussten wieder einmal zu überzeugen und die Besucher waren sich schnell einig, dass in Tetz hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird.

Der Pfundskerl, Kai Kramosta, brachte die Stimmung schon zum Sieden bevor der Einzug des Dreigestirns begann. Frenetisch wurde das Dreigestirn mit Prinz Herbert I. an der Spitze, Bauer Fred und Jungfrau Roberta gefeiert, die vom Tambour – und Trompetencorps Edelweiß Kerpen auf die Bühne gespielt wurden. Prinzenführer, Norbert Timmermanns, hatte alle Hände voll zu tun, sein Dreigestirn und Gefolge, ausgestattet mit fast 1000 Rosen, zügig auf die Bühne zu bringen. Präsident, Willi Sommer, stellte die Mitwirkenden des Dreigestirns vor und konnte sich einen Seitenhieb auf die Jungfrau nicht verkneifen, in dem er das Werk der Maskenbildner ausdrücklich lobte. Das Zelt wurde zur Partyzone als das Dreigestirn ihren Hit >Hey, wir sind das Dreigestirn< sangen. Schon zur Sessionseröffnung wurden sie dafür gefeiert. Gerade als das Publikum eine Zugabe forderte, kam der unerwartete Programmpunkt – der Stromausfall. Bei Notlicht reagierten die Besucher unglaublich, sie beleuchteten mit Handys, Feuerzeugen und Wunderkerzen das Zelt und stimmten immer wieder das Lied des Dreigestirns an. Der Tambour – und Trompetencorps Edelweiß aus Kerpen machte aus der Not eine Tugend, verließ die Bühne, stellte sich in die Reihen und stimmte Hits aus Karneval und Oktoberfest an! Ein unbeschreibliches Erlebnis, denn alle Gäste feierten stehend weiter und das Zelt tobte. Niemand vermisste die Energie, die nach zwei duzend Minuten durch fleißige Helfer wieder hergestellt wurde.

Ne Hausmann, Jürgen Beckers, bekannt aus vielen TV-Sendungen, nutze auf der Bühne den Steilpass „Stromausfall“ und stieg voll in seine Büttenrede ein. Die bekannte Musikgruppe, Cöllner, sorgten bestens für Stimmung und viele Gäste konnten den neuen Hit >ich liebe Dich von Herzen< anstimmen. Auch der beste Knallkopp aller Zeiten, Dieter Röder, wusste zu überzeugen. Die Wanderer wurden für Ihre besondere A Capella-Show gefeiert, bevor das Raumschiff Enterprise im Festzelt landete. Das Männerballett Rurhöpper hatte sich eine besondere Show einfallen lassen und Präsident Willi Sommer feierte sie mit einer Rakete. Der Showtanz der KG Fidele Brüder wusste im Finale wieder einmal zu überzeugen und ließ die begeisterten Zuschauer mit 9 Tänzerinnen, Jongleuren, Einradfahrern und Clowns in eine imaginäre Zirkuswelt eintauchen.

Was gibt es Kölsch-Musik-mäßig Größeres als die Bläck Fööss, die Mutter aller Kölschen Bands? Ohne sie gäbe es nicht BAP und Brings, nicht Höhner, Paveier und Räuber. Deshalb war es den Fidelen Brüdern mit Präsident Willi Sommer an der Spitze eine Ehre, die Bläck Fööss im Festzelt mit einem 60-Minuten-Halbkonzert zu präsentieren. Alle Besucher schunkelten und sangen zu den großen Hits. Ein besonderes Erlebnis wurde der Bläck Fööss-Auftritt auch für des Dreigestirn, denn sie durften auf der Bühne mit den Kölner Stars den Hit >Du … bess die Stadt< anstimmen. Und am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Tetz, du bess dat dörp, he fiere mer fastelovend. Präsident Willi Sommer beendete eine Sitzung der Spitzenklasse, die keine Wünsche offen ließ. Willi Sommer: „Ich bin sicher, dass wir mit dieser Sitzung auch viele neue Besucher für die nächsten Jahre gewonnen haben. Wir haben uns sehr schwer mit der Entscheidung getan, in ein Festzelt zu gehen. Heute wissen wir, dass die Entscheidung absolut richtig war“.